Loki: Multiplayer Report
Bewertung: 









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Kühe und Rollenspiele.
Ein nordischer Barbar, ein ägyptischer Kampfmagier, eine griechische Amazone und eine
aztekische Schamanin kommen in eine Bar.
Sagt der Magier: Kennt ihr Loki?
Alle nicken.
Wenn Sie jetzt nicht wissen, worum es geht, sollten Sie sich mit Loki: Im Bannkreis
der Götter auf den Weg durch die Mythen- und Sagengeschichte der Erde machen. Denn
darum geht es in dem neuesten Werk von Crimson Cow.
Wurzel allen Übels.
In einer Pyramide unweit der Ufer des Nils, verborgen vor den Blicken der Menschen und den
allmächtigen Wächtern der Zeit, ist der ägyptische Gott Seth wieder zum Leben erweckt
worden. Beseelt von ewigem Zorn gegen Götter und Menschen sinnt er auf Rache …
So steht es geschrieben und so ist es zu sehen, im Eröffnungsvideo von Loki: Im Bannkreis
der Götter. Ganz klar, ein Held muss her und in diesem Fall sind es gleich zwei. Ob Loki
an die Wertung des Singleplayer-Tests anknüpfen kann, wird sich noch herausstellen.
Ruhe vor dem Sturm.
Sie haben in Loki die Wahl zwischen einem Online- oder lokalen Netzwerkspiel. Da die
Server für die Onlinespiele zur Zeit noch nicht verfügbar sind, haben wir uns für die lokale
Variante entschieden. Es gibt im Multiplayer die Möglichkeit vier verschiedene Modi zu
bestreiten: Kooperativ, Duell, Schlacht und Herausforderung. In diesem Bericht geht es
vorwiegend um den kooperativen Modus, in dem bis zu sechs Abenteurer die Geschichte
von Loki erleben können. Wir haben uns bei der Charakterauswahl für einen nordischen Barbaren
und eine aztekische Schamanin entschieden. Treffpunkt ist ein aztekisches Dorf. Das
Startgebiet wird je nach Charakterklasse des Spielleiters bestimmt, so würde der Kampfmagier
mit seiner Gruppe in Ägypten starten. Dabei sollten Sie mit der Verwendung von
Singleplayer-Charakteren vorsichtig umgehen. Es kann passieren, dass vorhandene Portalund
Quest-Speicherpunkte überschrieben werden bzw. verloren gehen. Die Spieler werden
automatisch in eine Gruppe zusammengefasst, dabei ist allein der Spielleiter in der Lage
den Portalstein zu benutzen. Die Quests werden mit allen Mitspielern geteilt, das Gleiche
gilt für die Erfahrungspunkte. Ein spezielles Beutesystem wie in World of Warcraft gibt
es nicht. Hier gilt die alte Diablo-Regel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn Sie im
Multiplayer nach dem Tauschfenster oder dem Gruppenportrait suchen, ist dies vergebens.
Crimson Cow hat es noch nicht geschafft diese Feature ins Spiel zu bringen. Da unsere
Charaktere bereits im Dorf stehen, kann das Abenteuer mit meiner Schamanin beginnen.

Erste Schritte.
Ein paar Hütten, hier und da ein Dorfbewohner, das ist alles was ich sehe. Ich schaue mich
weiter um, und da erblicke ich meinen treuen barbarischen Freund. Wir erkunden das kleine
aztekische Dorf. Dabei treffen wir auf Händler und einen Schmied, doch ohne Geld und eine
erwähnenswerte Ausrüstung wollen die von uns nichts wissen. Also suchen wir die Person
mit dem Ausrufezeichen über dem Kopf. Schon haben wir unsere erste Aufgabe. Der Priester
Acoane von Quetzalcotal benötigt unsere Hilfe. Also, auf ins Abenteuer! Ein blaues Glühen
symbolisiert mir den Zonenübergang. Ladescreen! Während mein Rechner arbeitet, denke
ich darüber nach, welche Abenteuer wir erleben und welche unsagbar schönen Schätze wir
finden werden. Ich betrete die erste Zone, schau mich um und bekomme das Gefühl, es fehlt
etwas. Dann wird es mir klar. Mein barbarischer Freund wurde vom Ladebalken erschlagen.

Im Bannkreis der Käfer.
Schon in den ersten Minuten kommt es zu einer Verbindungsunterbrechung. Während der
Server gnadenlos die Zone startet, verliert der Client aufgrund seiner geringeren Leistung die
Verbindung. Dieses Problem lässt sich beliebig oft wiederholen. Doch als nordischer Barbar
und aztekische Schamanin lassen wir uns von ein paar Käfern nicht unterkriegen, und
eröffnen erneut ein Spiel, aber diesmal mit vertauschten Rollen. Durch die etwas geringere
Leistung des neuen Servers bleibt die Spielverbindung mehr schlecht als recht erhalten.
Zwar kommt es zu keiner Verbindungsunterbrechung, doch aufgrund der Leistung war unser
Rechner mit der Aufgabe des Servers etwas überfordert. Dies äußerte sich durch Lags,
plötzlich auftauchende Gegner und Soundaussetzer. Diese Phänomene ließen sich auch
durch das Verringern der grafischen Einstellungen nicht beheben. Ein weiteres Problem
sind die nicht zeitgemäßen Ladezeiten, und da sich die Gruppe nur geschlossen durch die
Welt von Loki bewegen kann, sind alle Mitspieler gezwungen auf den eher langsamen Server
zu warten.

Gruppenbildung verboten!
Sind Sie auch der Typ Mensch, der alleine vor dem Fernseher sitzt? Sie können ganz in
Ruhe das Programm genießen, keiner ist da, der Sie stört. Doch dann schaut jemand vorbei
und Sie fühlen sich eingeschränkt und würden lieben wieder alleine sein.
So ähnlich ist es mit Loki. Im Singleplayer können Sie in Ruhe Monster jagen und Abenteuer
erleben. Doch wenn Sie sich für den kooperativen Modus entscheiden, fühlen Sie sich
eingeschränkt. Zwar orientiert sich Loki an großen Vorbildern wie Diablo oder Titan Quest,
doch wurde nicht jede alt bewährte Idee übernommen. Natürlich können Sie die komplette
Geschichte mit Freunden erleben und die Idee der Schmiede und dem damit verbundenen
Bau der Gegenstände wurde stark erweitert. Doch auf der anderen Seite kam es zu starken
Einschränkungen in der Gruppendynamik. Sie können sich nicht ohne Gruppe portieren,
es gibt keine übersichtliche Informationen über Leben oder Mana der Mitspieler und das
Tauschen ist nur über die Ablage der Gegenstände möglich. Und wie aus dem Singleplayer-
Test bekannt ist, führt dies öfter zu einem Absturz des Spiels. Weiterhin wäre zu erwähnen
das, sobald der Host das Spiel verlässt, dieses beendet wird. Aus technischer Sicht ist ein
durchschnittlicher PC schon mit zwei Spielern mehr als ausgelastet. Für mich kann Loki
mit dem kooperativen Modus nicht an das Spielgefühl des Soloteils anknüpfen. Loki hat
das Potenzial ein Hit zu werden. Doch bis dahin heisst es warten. Der erste Patch ist bereits
erschienen, was in mir die Hoffnung auf bessere Zeiten für Multiplayer-Spiele weckt.
Bis dahin kann ich nur sagen: Alleine vor der Glotze hängen.
Gut ausgerüstet?!
Bei dem Testrechner handelt es sich um ein zeitgemäßes System, mit dem auch moderne
Spiele mit hoher Auflösung und vielen Details gespielt werden können. Dafür sorgt der
Athlon 64 X2 4400, 2 GB RAM und die Geforce 7950. Der zweite Rechner bringt nicht
ganz die Leistung des ersten. Er arbeitet mit einem Athlon XP 3000, 1 GB RAM und einer
ATI X800, ist aber trotzdem ein schneller PC, mit dem jedes Spiel mit durchschnittlichen
Grafikeinstellungen sehr gut spielbar sein sollte.

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| Grafik: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
| Sound: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Produktion: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
| Motivation: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| 3DVision: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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| Bewertung: | 41% |
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Loki im Bannkreis der Götter






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