1. Was ist Game-Design?

1. Was ist Game-Design?

February 8, 2010 in Games, Serious Game, University 4 Comments

Game design is the act of deciding what a game should be.” von Jesse Schell

Jesse Schell versteht den Game-Designer nicht als eine Person, vielmehr nimmt er eine Rolle während einer Spiele-Entwicklung ein. Der Designer stellt ein zentrales Element im Entwicklungs-Team dar und verbindet alle Teilbereiche. Schell beschreibt eine Vielzahl von Fähigkeiten, die für das Konzeptionieren eines Spieles nötig sind, wie zum Beispiel:

  • Anthrophology: Der Designer sollte seine Zielgruppe genau kennen. Wonach strebt diese Zielgruppe und wie kann ihr Verlangen mit dem Spiel gestillt werden?
  • Communication:  Der Entwicklungsprozess eines Spieles durchläuft verschiedene Berufsfelder. Wobei es durch die unterschiedlichen Kommunikationsbasen von technischen und wirtschaftlichen Mitarbeitern zu Missverständnissen kommen kann. Der Game-Designer dient in diesem Fall als vermittelndes Element und sorgt dafür, dass keine Fehl-Kommunikation auftritt.
  • Psychology:  Der Game-Designer muss Kenntnisse der menschlichen Psyche besitzen. Das Ziel ist es, den Menschen glücklich zu machen. Folglich muss die Denkweise der Zielgruppe verstanden werden.
  • Technical Writing:  Der Designer muss fähig sein, das komplexe Spielkonzept niederzuschreiben. Dabei sollten alle Informationen logisch aufgebaut und keine Lücken hinterlassen werden.

Weitere Fähigkeiten sind Kreativität, das Weiterentwickeln von Ideen und Verständnis für Engineering. Zudem sollte er Kenntnisse zu Animation, Geschichte, Musik und Mathematik besitzen. Unter all diesen Fähigkeiten hebt Schell eine besonders hervor: das Zuhören. Game-Designer müssen auf ständiges Feedback achten. Dabei wird die Fähigkeit  in fünf Arten des Zuhörens eingeteilt: gegenüber dem Entwickler-Team, gegenüber der Zielgruppe, gegenüber dem Spiel, gegenüber dem Auftraggeber und der Designer sollte auf sich selbst hören können. Ein Game-Designer entwirft ein Spielkonzept und trifft Entscheidungen zu dessen Umsetzung. Zudem beabsichtigt der Designer durch das Spiel ein Erlebnis zu schaffen bzw. dieses mit dem Spieler teilen zu können. Somit stellen sich zu Beginn der Entwicklung folgende Fragen:

  1. Welches Erlebnis soll der Spieler erfahren?
  2. Was macht das Erlebnis aus?
  3. Wie kann dieses Erlebnis durch das Spiel transportiert werden?

Sobald dem Designer bewusst ist, welches Erlebnis bzw. welche Erfahrungen durch das Spiel transportiert werden sollen, kann ein Konzept dazu entworfen werden. Damit beginnt der Entwicklungsprozess.

Quellen:

  • Schell, Jesse: The Art of Game Design. Morgan Kaufmann, 2008. – 489 Seiten
  • Juul, Jasper: Half-Real: Video Games Between Real Rules and Fictional Worlds.
  • Crawford, Chris: The Art of Computer Game Design. 1997. – 92 Seiten
  • Crawford, Chris: Chris Crawford on game design. New Riders Games, 2003.
  • Salen, K. ; Zimmermann, E.: Rules of Play: Game Design Fundamentals. Mit Pr, 2003. – 688 Seiten
  • Robin Hunicke, Robert Z. Marc LeBlanc L. Marc LeBlanc: MDA: A Formal Approach to Game Design and Game Research. http://www.8kindsoffun.com/. – Forschungsbericht. – 2009.11.04, 5 Seiten
  • Bartle, Richard: HEARTS, CLUBS, DIAMONDS, SPADES: PLAYERS WHO
    SUIT MUDS. www.mud.co.uk/richard/hcds.htm. – 2009.11.04
  • Bates, Bob: Game Design. 2. Muska und Lipman Pub, 2004. – 376 Seiten
  • Gehlhaar, Tobias: Konzeptionierung und prototypische Umsetzung eines Musikspieles / Fraunhofer IDMT. 2009. – Forschungsbericht. – 107 Seiten

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